KUMST — „Der Reigen“

Ein Wiedersehen gab es mit dem Kulturverein „ergo arte“ am 26. Februar 2022 im KUMST (Strasshof). Die drei engagierten Schauspieler, Mara Koppitsch, David Czifer und Max Mayerhofer zeigten unter Regie von Peter Pausz: „Der Reigen“ von Arthur Schnitzler.

Der Arzt und Dramatiker Arthur Schnitzler 1862-1931 verfasste Novellen, Erzählungen, Einakter und Dramen unter Betrachtung des sozialkritischen Aspektes. Er gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Wiener Moderne.

Zu seinen bekanntesten Werken, außer „Der Reigen“ zählen: „Liebelei“,

verfilmt unter dem Titel „Christine“, mit Romy Schneider, „Das weite Land“ verfilmt mit Paula Wessely, „Leutnant Gustl“, „Professor Bernardi und „Fräulein Else.“

Der Reigen besteht aus 10 erotischen Dialogen über den Beischlaf, der aber nie gezeigt wird. Die Dialoge schockieren heute niemanden mehr. Nach der heimlichen Aufführung in Berlin aber löste er einen Theaterskandal aus, der das Stück mit einem Aufführungsverbot belegte, das bis 1982 anhielt. Man umging dieses Verbot mit Filmen und Schallplatten.

Die Handlung ist einfach erzählt: Dirne schläft mit Soldaten, Soldat- Stubenmädchen-junger Herr-junge Frau-Gatte-süßes Mädel-Dichter-Schauspielerin-Graf-Dirne, damit schließt sich der Kreis.

Jeder der drei Künstler hatte mehrere Charaktere darzustellen, die man vielleicht noch ein klein wenig deutlicher hätte zeichnen können. Das wäre Sache der Regie.

Die Darstellung der Requisiten durch das Ensemble tendierte ein bisschen zur Lächerlichkeit, die nicht unbedingt zum Drama passte, aber im Sinne der künstlerischen Freiheit toleriert werden kann.

Es war eine gute Aufführung, wenn auch nicht so brillant wie, im Vorjahr, der Lechner Edi.

Jedenfalls kann man eine neue Produktion der engagierten kleinen Gruppe mit Spannung erwarten.

So nebenbei soll auch noch erwähnt werden, dass Lukas das Buffet bestens betreut und somit den Anwesenden eine kleine kulinarische Köstlichkeit geboten hat.

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