Treffen am 19. Juni 2018 im Old School

Scribere et legere – Treffen am 19. Juni 2018 im Old School.

Wieder fand sich eine Runde engagierter Autoren im behaglichen Ambiente des Old School im 17. Bezirk zusammen. Zunächst beantwortete Matthias Wieser einige Fragen zur leidigen Datenschutzgrundverordnung, um danach konkrete Informationen über den Stand der Kooperation mit dem AndreBuchVerlag weiterzugeben.

Die Teilnahme an der Buchquartier-Messe am 8. und 9. Dezember 2018 im Museumsquartier ist fix geplant. Für Mitglieder von scribere et legere ist die Stand-Präsentation eines Titels im Jahresbeitrag von 30 Euro enthalten. Nichtmitglieder zahlen einen höheren Beitrag pro Tag. Auch Leseeinheiten auf der Messebühne sind geplant, vorwiegend als Interview mit kurzen Textvorstellungen. Zusätzlich soll ein Folder verteilt werden, in dem Mitglieder ihre Veröffentlichungen vorstellen können. Wer Interesse hat, bitte melden bei office@screleg.at.

Dann übergab Matthias das Wort an die jüngste Teilnehmerin, die 14jährige Katharina Konrader, die ein Kurzreferat zum Thema Tagebuch mit ihrer Koreferentin Gertrude Erbler vorbereitet hatte. Sie begann mit den verschiedenen Formen des Tagebuchs, dessen Anfänge in der Antike liegen und heute im öffentlich einsehbaren Internet-Blog gipfeln. Es sind meist chronologische Aufzeichnungen von Aktivitäten, Ereignissen, Eindrücken und Gefühlen. Sie können der Selbstreflektion dienen und werden häufig auch als Therapie eingesetzt. Als erstes Beispiel erwähnte Katharina Franz Kafkas Tagebücher, die ohne seine Einwilligung veröffentlicht wurden. Natürlich durfte dann auch der Klassiker nicht fehlen, ein Auszug aus dem Tagebuch der Anne Frank. Als drittes Beispiel las sie ein stimmungsvolles Gedicht aus Das poetische Tagebuch der Kaiserin Elisabeth von Österreich, Sisi.

Getrude Erbler trug eine Szene aus ihrem schottischen Reisetagebuch vor. Danach las Brigitte Sokop aus ihrem Buch Jene Gräfin Larisch, die in die Affäre Kronprinz Rudolf und Mary Vetsera verwickelt war.

An Katharinas Vortrag schloss sich eine sehr lebhafte Diskussion der Anwesenden über persönliche Erfahrungen mit Tagebüchern aller Art an. Nach einer Zusammenfassung, in der Katharina noch einmal auf die Bandbreite der Tagebuch-Formen hinwies, bat sie um Feedback zu ihrem Vortrag, das dann auch viele positive Elemente und den einen oder anderen Verfeinerungstipp enthielt.

Matthias Wieser bedankte sich bei den Moderatorinnen und den Lesenden für ihre Beiträge. Als Ausblick wies er auf den nächsten Termin nach der Sommerpause am Montag den 15. Oktober 2018 hin, den Gertrude Erbler zum Thema Märchen moderieren wird. Zwei bis drei Lesebeiträge von max. 5 bis 7 Minuten sind geplant; wer einen solchen Text lesen möchte, bitte mit einer Mini-Inhaltsangabe melden bei office@screleg.at oder direkt unter gertrude.erbler@chello.at.

Für den Novembertermin (Montag, 12. November 2018) hat Doris Cipek das Thema Kurzgeschichte vorgeschlagen und wird die Moderation übernehmen.

Zum Abschluss bedankte sich Matthias Wieser für den gelungenen Vortrag von Katharina Konrader, die Lesetexte von Brigitte Sokop und Gertrude Erbler, die Diskussionsbeiträge der ganzen Runde und natürlich bei den Gastgebern Tetjana und Peter und beendete den Abend mit den besten Wünschen für einen wunderbaren Sommer.

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