„Mein schönes Wien“

Unter dem Motto „Mein schönes Wien“

veranstaltete der ANIMA INCOGNITA Kulturverein am 12.Oktober 2017 eine Lesung mit LYRIK und PROSA. Zehn Autoren lasen im stilvollen Ambiente des Kunstraumes der Ringstraßengalerien Lyrik und kurze Prosaabschnitte aus ihren Werken zum vorgegebenen Thema.

Nach kurzer Begrüßung durch den Moderator Hubert Thurnhofer, der in der Folge auch die einzelnen Autoren vorstellte, sowie der Vorstandsvorsitzenden Mag. Diana Wiedra, versetzte die Pianistin Patricia Eberhartor mit einem Chopin-Walzer das Publikum in die richtige Stimmung der Musikstadt Wien und der nun folgenden Vorträge.

Es war interessant den verschiedenen Wortspielen der Einzelnen zu lauschen, wenn auch manchmal durch einen fremden Akzent sehr fordernd, doch durch ihre Internationalität erfreulich. Die Damen waren in der Überzahl vertreten mit manch ihrer berührend stimmungsvollen Schöpfungen. Ebenso bezauberte eindrucksvoll Lidio Mosca Bustamante mit einem Abschnitt aus seinem Buch „Die magische Vihuela“.

Zwei der Lesenden ließen auch den Wiener Humor schmunzelnd durchblicken. Der international bekannte Bestsellerautor Dietmar Grieser gab eine kurze humorvolle Episode zum Besten, wobei er ein positives Beispiel zum oft nicht so wünschenswerten Verhalten Jugendlicher aufzeigte, wobei treffend ein Mädchen mit seinem I-Phone aus der Verlegenheit half, als jenem das vierte Tier der Bremer Stadtmusikanten, nämlich der Esel, partout nicht einfallen wollte.

Oder die Analyse von Magdalena Tschurlovits über Wiens so speziell gebräuchliche Ausdrücke wie zum Beispiel Paradeiser und deren noch einige weitere. Ihr Abschlussgedicht im Wiener Dialekt schuf eine lockere heitere Atmosphäre. Mit einem Musikstück von Schubert beendete die Pianistin den gelungenen Vortragsabend.

Schade war nur, dass einige Vorträge für die letzten Reihen trotz Mikrofon zu leise waren. Allgemein stellt man immer wieder bei Lesungen fest, dass nicht nur die Qualität des geschriebenen Wortes, sondern auch ein guter Vortrag sowie eine bestens funktionierende Technikanlage erforderlich sind, um ein Werk voll zur Geltung bringen zu können.

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