Leserunde im Old School

Im Rahmen des Kulturinstitutes „ scribere et legere“ fand am 16. April ein weiteres Treffen im Old School statt.

Es war eine beachtlich große Runde, die Matthias Wieser am Montagabend mit neuen Teilnehmern begrüßen konnte. Sie bestand aus Autoren und interessierten Lesern und natürlich aus den Gastgebern, den Inhabern des Altwarenladens Old School im 17. Bezirk.

Nach einer kurzen Einleitung, in der er die Möglichkeit einer günstigen Publizierung aufzeigte, brachte er zum Ausdruck, wie wichtig es sei, in solcher Runde verschiedene Altersgruppen von Literaten zusammenzuführen und ersuchte die jüngste Teilnehmerin, die vierzehnjährige Katharina Konrader sich vorzustellen und auch aus ihrem ersten Gedichtband „Ich halte Wörter in der Hand“ vorzulesen.

Sie brachte ein Gedicht in zwei Fassungen zu Gehör, wobei man deutlich erkennen konnte, wie viel drei Jahre Abstand in ihrer Entwicklung ausmachten. Sie hatte zusehends an Reife und Ausdruckskraft gewonnen. Nach der Lesung beantwortete sie Fragen, die an sie gestellt wurden. Zum Schluss las sie ein Prosagedicht jüngeren Datums, in dem sie sich sehr sensibel und reif mit „Ruhe in Frieden“ auseinandersetzt.

Anschließend beschrieb Brigitte Sokop ihre Busreise nach Rom sehr anschaulich, was durch den gekonnten Vortrag mit verschiedenen Lesegeschwindigkeiten noch unterstrichen wurde. Als Zuhörer war man fast live bei den Sightseeing-Touren dabei, wenn Sehenswürdigkeiten quasi im Galopp abgeklappert werden und atmete dankbar auf, wenn es ruhigere Phasen gab. Zahlreiche Kommentare zu Rom, zu Busreisen im Allgemeinen und zu dieser kurzweiligen Art der Präsentation folgten.

Die Dritte im Bunde an diesem Abend war Regina Fürhacker. Ihre lebhafte, oft humorvolle Beschreibung von den kleinen Dingen des Alltags erheiterte und erinnerte an Vieles, das wahrscheinlich jeder schon erlebt hat, aber von ihm vielleicht gar nicht so richtig wahrgenommen worden ist. Regina bringt es mit Schwung und Leichtigkeit in ihrem ersten Buch „Ohne roten Faden“ zum Ausdruck. Selbstironisch ging es auch in ihrer zweiten Leseprobe zu, eine kurze Geschichte über ihr gescheitertes Do-it-yourself. Die Zuhörer waren einhellig der Meinung, dass solche Alltagssituationen, in denen man sich wiederfindet, Leser und Zuhörer fesseln, besonders wenn sie so amüsant erzählt werden.

Die, den kurzen Lesungen nachfolgenden Gespräche sind ein wichtiger Teil und auch angestrebtes Ziel beim Kulturinstitut scribere et legere.

Matthias Wieser griff eine Idee aus dem letzten Treffen auf und bat um Themenvorschläge für das Junitreffen. Katharina Konraders Vorschlag „Tagebuch“ wurde gern angenommen. Sie wird, mit Hilfestellung durch Gertrud Erbler, das Thema vorbereiten und vortragen, zusätzlich sind drei dazu passende Lesungen von je 7-8 Minuten geplant.

In der anschließenden Diskussion wurden weitere Fragen erörtert wie die aktuelle Verlagslandschaft, Druckereien für Selfpublisher, Werbemaßnahmen, die neue Datenschutzverordnung, Lesungsorte und –Möglichkeiten, YouTube als Präsentationsplattform und anderes mehr.

Matthias Wieser bedankte sich für die rege Teilnahme an den Diskussionen und beendete die Aprilrunde.

Das nächste Treffen findet am 14. Mai 2018 um 18.30 Uhr im Old School statt.

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